Ökologische Vorteile und Monitoring

Naturnahe Uferstrukturen und effiziente Dammsanierung bzw. Dammerhöhung in einem Arbeitsgang.

Hybridgewässer, wie sie an staugeregelten Flüssen entstehen, zeigen sehr häufig ähnliche Probleme. Dadurch, dass sie meist weder Fließ- noch Stillgewässer sind, finden weder limnophile noch rheophile Arten einen geeigneten Lebensraum. Lediglich „Allerweltsarten“ können sich hier anpassen. Auf den bisher am Ufer verbauten Betonplatten können sich außerdem nur sehr wenige Arten aus Flora und Fauna ansiedeln, eine klassische Ufervegetation fehlt völlig. Der Kontakt zu den umliegenden Flächen ist sowohl was die Hydrologie als auch die Ökologie anbelangt weitestgehend unterbrochen.

 

Oberelchingen KW LuftbildFolie1     Folie1

Abb. 1 links: Stauraum am KW Oberelchingen mit bestehendem Damm (Mitte), rechts: Probestrecke der Öko-Berme am KW Offingen

Allgemein geht das Projektteam daher davon aus, dass die neu erstellten ökologischen Maßnahmen den Lebensraum im Stauraum deutlich verbessern. Durch die erwartete und angestrebte Entwicklung als Lebensraum für Jungfische sowie die punktuelle Verbesserung der Artenvielfalt ist ferner davon auszugehen, dass die Öko-Bermen eine Strahlwirkung besitzen. Sie sollen also nicht nur am Standort selbst wirken, sondern auch den angrenzenden Flusslauf bzw. die Au ökologisch aufwerten.

Die ökologischen Maßnahmen erlauben es hier, Habitate gezielt für verschiedene Arten zu gestalten. Unter anderem können naturnahe Uferbereiche und auch Totholzstrukturen als Unterstand für Jungfische eingebaut werden.

Generell ist es daher geplant auf den Teststrecken jeweils in kleinen Unterbereichen verschiedene ökologische Strukturen zu realisieren. Die infrastrukturellen Maßnahmen, wie sie hier bereits erläutert wurden, bleiben dabei immer gleich. In diesen Unterbereichen soll dann zunächst durch unterschiedliches Substrat der Lebensraum strukturiert werden. Das bedeutet, dass beispielsweise in einem Bereich Kies und in einem weiteren gröbere Schroppen verbaut werden. Es ist zu erwarten, dass diese unterschiedlichen Habitate anders besiedelt werden. Diese Hypothese soll jedoch im Rahmen des Projektes validiert werden. Als nächster Schritt können weitere Maßnahmen, wie beispielsweise Totholz oder Leitbuhnen, eingebaut werden.