<u>Hintergrund</u>

Hintergrund

Die Öko-Berme bietet einen innovativen und nachhaltigen Ansatz Dämme zu erhöhen und zu sanieren, ohne dabei den angrenzenden Auwald zu beeinträchtigen.

Wasserseitige Dammböschungen in Stauräumen wurden meist mit Böschungsbetonplatten gesichert. Wenn Dammerhöhungen bzw. -sanierungen notwendig werden, müssen die Platten erneuert werden. Dieser Prozess ist relativ aufwendig und führt zu keinerlei Verbesserung der ökologischen Funktionen. Die Regelbauweise bei Dammerhöhungen bedingt zudem eine Verbreiterung der luftseitigen Dammaufstandsfläche und oft die Verlegung der Hinterlandentwässerung. Das bedeutet einen erheblichen Eingriff in die dammbegleitenden Auwälder (meist FFH-Gebiete) und den Bedarf an entsprechenden Ausgleichsflächen.

Vor diesem Hintergrund hat die BEW einen neuen Ansatz für Dammerhöhungen und Dammsanierungen entwickelt, welcher im Rahmen des von der Europäischen Kommission geförderten LIFE-Projektes INADAR umgesetzt und getestet wird. Kern des neuen Ansatzes ist der Einbau von sogenannten Öko-Bermen an wasserseitige Böschungen in Stauräumen.

An drei kleinen Versuchsfeldern mit einer Länge von jeweils 30 Metern wurden Öko-Bermen bereits an der Oberen Donau (bei der Staustufe KW Günzburg) getestet. Diese Tests verliefen erfolgversprechend und zeigten eine sichtbare Aufwertung des Stauraums als Naherholungsgebiet und eine ökologische Verbesserung durch Schaffung neuer Habitate für Tiere und Pflanzen.

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Im Rahmen des für drei Jahre anberaumten LIFE-Projektes sollen nun zwei Versuchsstrecken umgesetzt werden. Bei dem Standort im Stauraum des KW Offingen/Donau wird dazu auf einer Strecke von 500 Metern eine Öko-Berme eingebaut, um einerseits den Damm zu sanieren, und andererseits eine ökologische Verbesserung zu erreichen. Bei der Versuchsstrecke am KW Oberelchingen wird überdies auch eine Erhöhung des Dammes um 70 cm vorgenommen.